Februar 4

Südostasien, Januar 2020

Coworking

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​Was würdest du als Millionär tun? Diese Frage hat mich schon als kleines Kind beschäftigt und die Antwort ist unverändert: die Welt entdecken. Den Winter auf einer tropischen Insel ​verbringen, neue Kulturen, Tiere und Landschaften erkunden. Jetzt habe ich mir diesen Traum erfüllt. Mit 23 Jahren crica drei Jahrzehnte früher als erwartet - und weißt du was das Verrückte dabei ist? Ich habe dabei Geld gespart. ​Lass mich dich von meiner Reise als digitaler Nomade durch Südostasien berichten.

​ Mit über 100 Unternehmern ​in Malyasia

​Mit dem Laptop um die Welt reisen muss ziemlich einsam sein. So klingen oft die erste Reaktionen auf einen ortsunabhängigen Lebensstil. ​Doch stimmt das überhaupt? Nein, kompletter Bullshit. Neben nomadtrips gibt es weitere Projekte, die ortsunabhängige Menschen auf der Welt verbinden. Der Citizen Circle ​zum Beispiel ist eine einzigartige Community aus Selbständigen, Freidenkern und Unternehmern. Auf der CC-Winterkonferenz 2020 ist Deutschlands größte Reisefamilie auf Langkawi zusammen gekommen. ​Was genau passiert, wenn sich über 1oo Online-Unternehmer ​auf die gemeinsame Weiterentwicklung fokussieren, muss man selbst erleben. Speaker werden aus der ganzen Welt eingeladen, um ihr Expertenwissen zu teilen. Vom erfolgreichen Produkt-Launch, der Zukunft für Remote-Arbeit in Konzernen ​bis hin zur Erfahrung deines Ikigai - der Grund warum Du jeden Morgen aufstehst. Ein ganzes Wochenende bringen Vorträge, Workshops & Masterminds ​neuen Input​, der ​für mich unglaublich wertvoll war. 

All d​as neue Wissen haben wir direkt ​nach der Konferenz, im für uns neu eröffneten Coworking Space auf Langkawi umgesetzt. Die beiden Gründer des 1LGK​ sind selbst Mitgleider des Citizen Circles und haben ​exklusiv für ​uns vorzeitig eröffnet. In produktiver Atmosphäre haben wir an unseren Projekten gearbeitet und die erfolgreichen Arbeitstage gemeinsam am Strand ausklingen lassen. ​Während die glutrote Sonne in der Andaman See verschwunden ist, wurde mir einmal mehr bewusst, dass mich von solchen Erlebnissen lediglich die Barrieren in meinem Kopf ​abhalten. Gemeinsam unterhalten wir uns über Ängste und ​wie diese häufig von den Medien verbreitet werden, rechts neben mir Sitzt Papa John mit seinem 5-jährigen Sohn Hugo. "Papa, warum machen die den Menschen Angst?" unterbricht Hugo unser Gespräch. "Weil sich Menschen die Angst haben, besser kontrollieren lassen." - Johns Antwort auf die Frage, der kleine Hugo nickt verständnisvoll. Diese Familie reist schon ihr ganzes Leben, ich war immens beeindruckt von dem Weltverständnis dieses 5-jährigen Kindes - ​ihr Gespräch werde ich nie vergessen. 

Langkawi hat eine atemberaubende Landschaft, gezeichnet von gebirgsartigen Hügeln, welche sich über den Norden der Insel ziehen. Eine Fahrt mit der Sky Cab auf die höchste Erhebung ist ein tolles Erlebnis, aufgrund des hohen Andrangs jedoch nur außerhalb des Wochenendes zu empfehlen. Etliche Wassersportaktivitäten, Shopping Möglichkeiten und Beach Partys machen Langkawi sehr vielseitig, rauben allerdings auch etwas von dem exotischen Insel-Charme. Diesen konnte ich dann in nur wenige Fahrtstunden Richtung Norden entdecken.  

​Mit dem Speedboot nach Thailand 

​Paradisisch. Das Gefühl, wenn man sich das Boot zwischen den vielen kleinen ​Erhebungen der Bu Tang Inselgruppe schlängelt. Nahezu an der Südgrenze von Thailand befindet sich das ​mit Palmen, kleinen Bars & Bungalows besiedelte Ko Lipe. Ich war fasziniert von dem Eigenleben und der Daynamik, die sich an diesem Flecken Erde entwickelt hat. Hier steht die Zeit still. Ein Franzose berichtet mir stolz von seiner Tauchschule, lädt mich zum Schnorchel-Trip ein. Bob Marley steht vor seiner Bar und winkt in Zeitlupengeschwindigkeit​ mit Joint in der Hand Richtung Eingang. Aussteiger aus Kanada und Brasilien erzählen mir beim Sonnenuntergang von ihrem Leben ​auf Ko Lipe. Dabei strahlen sie, lachen immer wieder laut los und wirken ​trotzdem wie gestrandet und nicht abgereist - Lost in Paradise. Nach zwei tollen Tagen entscheide ich mich für die Überfahrt nach Ko Lanta, um die dort besser ausgebaute Infrastruktur für eine produktive Zeit zu nutzen. 

​​Das perfekte Gesamtpaket. Ko Lanta verbindet ursprüngliches Inselleben, moderne Arbeitsmöglichkeiten & wunderschöne Natur. Wie nahezu überall in Thailand sind die ​Einheimischen an Freundlich - und Herzlichkeit kaum zu übertreffen. Dank der Spiegelneuronen in unserem Kopf überträgt sich diese positive Stimmung auf alle ​Besucher der Insel. Das Ko Hub hat es geschafft, eine einzigartige Community an digitalen Nomaden anzuziehen. Das Erfolgsgeheimnis ist eine ​gute Ausstattung, köstliches Essen, viel Platz und tägliche Aktivitäten. Man fühlt sich hier sehr schnell aufgenommen, findet viele neue Freunde und kann produktiv an seinen Projekten arbeiten. All diese Faktoren bringen Menschen aus der gesamten Welt zusammen, um den kalten Winter der nördlichen Hemisphäre auszuweichen. Programmierer, Ernährungsberater, Immobilienmakler, Projektmanager, Wissenschaftler, Autoren - eine bunte Mischung bei unseren Community-Ausflügen am Abend.

Ko Lanta ist perfekt geeignet für digitale ​Unternehmer oder auch Angestellte, die für ein paar Monate remote für ihre Unternehmen arbeiten. Der Nationalpark im Süden, die weltbekannten Tauchregionen um die Insel und weiße Strände bieten viel Freizeitmöglichkeiten.
​Zusammen mit den geringen Lebenserhaltungskosten ein toller Ort zum Überwintern.

​Geld sparen auf der Tropeninsel

​Züruck zum Anfang meines Reiseberichts und der Frage, w​as ich als Millionär tun würde. Den Winter in Südostasien verbringen - definitiv. Dafür braucht man jedoch keine Million, sondern lediglich eine gering bezahlte Beschäftigung, die man digital von zuhause erledigen kann. Etliche Studien und Erfahrungsberichte beweisen, dass Menschen mit der richtigen Vorbereitung außerhalb ihres Büros produktiver, selbstständiger und glücklicher sind - dazu in einem anderen Artikel mehr.

Doch wie kann man im Paradis Geld sparen? Im Restaurant bekommt man die hervorragende Thai-Küche ab 2€ pro Gericht. Für meinen privaten Bungalow inklusive eines eigenen Scooters habe ich 11€ pro Tag bezahlt. Damit begrenzen sich die Lebenserhaltungskosten auf ein Minimum von circa 20€ am Tag, 600€ im Monat. Vergleicht man das Preis-Leistungs-Verhältnis, ist dies viel günstiger als ein Monat in Deutschland zu leben. Wie man mit der Vermietung seiner Wohnung daheim den Flug nach Asien finanziert und so Geo-Arbitrage in Vollendung praktiziert, berichte ich in meinem nächsten Artikel.




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Alex Richter

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